Abmahnung aus Sicht des Arbeitgebers

24. Juli 2015

Als Arbeitnehmer ist man dazu verpflichtet sich so zu verhalten, dass der Ablauf der Arbeit und der Betriebsfrieden nicht gestört sind. Der Arbeitgeber weist mit einer Abmahnung daraufhin, dass der Arbeitnehmer seinen Verpflichtungen nicht nachgeht und gegen Regeln verstößt. Eine Abmahnung ist der letzte Schritt vor einer endgültigen Kündigung. Der Arbeitgeber macht dem Arbeitnehmer durch eine Abmahnung klar, dass er seinen Verpflichtungen nachkommen muss. Der Arbeitnehmer bekommt dank der Abmahnung die Möglichkeit sein Fehlverhalten zu korrigieren und eine Kündigung zu umgehen.

Wann ist eine Abmahnung rechtens?

Eine Abmahnung ist rechtens, wenn der Arbeitnehmer schwerwiegend gegen Arbeitsregeln verstößt. Zu den Gründen einer zulässigen Abmahnung gehört: Urlaubsantritt ohne Genehmigung, sexuelle Belästigung oder Mobbing der Kollegen, unfreundliches Verhalten gegenüber Kollegen und Kunden, Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften, Verweigerung der Arbeit, Alkoholkonsum während der Arbeit, unentschuldigte Abwesenheit und regelmäßige Verspätungen. Auch die private Nutzung des Telefons und Internet oder die absichtliche Beschädigung der Arbeitsgeräte gehören zu den Gründen einer rechtlich zugelassenen Abmahnung. Eine Abmahnung wegen Unfreundlichkeit ist rechtens, wenn der Arbeitnehmer Kontakt nach außen hat.

Was muss in einer Abmahnung stehen?

Die Formulierung einer Abmahnung darf nicht pauschal erfolgen. Das Fehlverhalten muss konkret genannt werden, damit die Abmahnung rechtens ist. Für eine wirksame Abmahnung sollten Fragen wie: Was? Wann? Wo? Wie oft? und Wie lange? beantwortet werden. Laut BGB Paragraf 314, Absatz 2 müssen Angaben über den exakten Ort, Datum und die Uhrzeit in der schriftlichen Abmahnung angegeben werden, damit diese rechtens ist.

In der gleichen Zeit sollte eine Abmahnung den Arbeitnehmer dazu auffordern, sein Fehlverhalten am Arbeitsplatz nicht zu wiederholen.

Eine Abmahnung kann neben der schriftlichen auch in mündlicher Form ausgesprochen werden. Die mündliche Form wird besonders in kleineren Unternehmen genutzt. Im Falle eines Gerichtsprozesses muss die Abmahnung als Beweis vorgelegt werden. Unabhängig von der Art der Übermittlung der Abmahnung, sollte die Abmahnung zwei wichtige Punkte enthalten, und zwar eine Rüge und eine Warnung.

Die Rüge zeigt konkret auf das Fehlverhalten. Die Warnung ist eine Drohung bei wiederholtem Fehlverhalten, hat der Arbeitnehmer mit der Kündigung zu rechnen.

Als Fachanwalt Arbeitsrecht berate ich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer in allen Fragen des Arbeitsrechts in Heidelberg und Heilbronn.



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