Flexible Arbeitszeit

5. August 2015

Da die Arbeitswelt ständig mit Veränderungen konfrontiert wird, ändert sich einiges auch bei den Arbeitszeiten.

Die Arbeitszeiten werden immer flexibler, wobei die geringfügig entlohnte Beschäftigung und Beschäftigung in der Gleitzone zu den flexiblen Formen der Arbeitszeiten gehören.

Die flexiblen Arbeitszeiten können zwischen den Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu einem Interessenkonflikt führen. In den meisten Fällen wird die Ausprägung der flexiblen Arbeitszeit in beiderseitigem Interesse geregelt. Unter einer geringfügigen entlohnten Beschäftigung werden Mini-Jobs bezeichnet, dessen Entgelt die Grenze von 450 Euro nicht überschreitet. Hierbei handelt es sich um eine Teilzeitbeschäftigung, bei der die Arbeitnehmer die gleichen Rechte wie die Vollzeitbeschäftigten haben.

Gleichberechtigt sind auch die Arbeitnehmer aus der Gleitzone, die Midi-Jobs für ein Entgelt bis 850 Euro leisten. Die Flexibilisierung umfasst die Lage oder den Umfang der Arbeitszeit. Eine Kombination dieser Flexibilisierung ist möglich. Der Arbeitgeber muss eine Grundlage für die Flexibilisierung der Arbeitszeit haben. Die Möglichkeiten einer Flexibilisierung müssen laut § 1 Nr.1 ArbZG der Grundlage eines Arbeitsvertrages oder auf einer Kollektivvereinbarung beruhen, ohne dies kann das Flexibilisieren der Arbeitszeit nicht zustande kommen.

Die modernen Arbeitsmodelle sorgen für eine Balance der persönlichen Bedürfnisse und der gesellschaftlichen Ansprüche, so sieht dies zumindest der Gesetzgeber. Allerdings stoßen die Betroffenen auf Konsequenzen, wenn es um die flexible Arbeitszeit geht. Bei einer flexiblen Arbeitszeit kann es zu Kürzungen der Zeitguthaben kommen. Das Zeitguthaben kann von Arbeitgeber mit Minusstunden verrechnet werden. Diese Kürzung ist nur dann erlaubt, wenn diese Möglichkeit in der Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder dem Tarifvertrag ausdrücklich festgehalten ist, und dies dem Arbeitskonto zugrunde liegt. Hinsichtlich der Flexibilisierung wird vom Arbeitszeitgesetz viel Freiraum für die Gestaltung der Arbeitszeit geboten, was bei der früheren Arbeitszeitordnung (AZO) nicht der Fall war.

Festzuhalten ist, dass die flexible Arbeitszeit mit mehr Administrationsarbeit verbunden ist. Wobei moderne Elektronik diesen Mehraufwand mittlerweile übernimmt. Das Ziel des Arbeitszeitgesetzes ist es, den Arbeitnehmer zu schützen und die flexiblen Zeiten zu verbessern. Allerdings gibt es Fragen in wieweit das Arbeitszeitgesetz tatsächlich noch modernen Arbeitswelten entspricht.

Als Rechtsanwalt für Arbeitsrecht stehe ich Ihnen in Heilbronn und Heidelberg gerne jederzeit zur Verfügung.



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