„Frauen an die Macht!!“ keine Benachteiligung

27. April 2016

Das ArbG Köln entschied mit am 08.03.2016 veröffentlichtem Urteil (v. 10.02.2016 – 9 Ca 4843/15), dass eine Stellenanzeige mit der Überschrift „Frauen an die Macht!!“ keinen Entschädigungsanspruch begründet.

Ein Autohaus hatte ein Jobangebot mit folgendem Inhalt veröffentlicht: „Frauen an die Macht!! Zur weiteren Verstärkung unseres Verkaufsteams suchen wir eine selbstbewusste, engagierte und erfolgshungrige Verkäuferin.“ Die Arbeitgeberin stellte für ihre Filiale, in der bis dahin ausschließlich männliche Verkäufer gearbeitet hatten, eine Frau ein. Ein weiterer männlicher Bewerber fühlte sich dadurch benachteiligt und klagte auf Zahlung einer Entschädigung.

Das ArbG Köln sah keinen Entschädigungsanspruch. Zwar sei die Stellenanzeige ein Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot, allerdings sei diese unterschiedliche Behandlung in diesem Fall zulässig. Seinen Kunden habe das Unternehmen Verkaufsberater beider Geschlechter zur Verfügung stellen wollen. Dies begründete die Arbeitgeberin damit, dass der Frauenanteil unter den Kunden bei 25-30 % liege, bestimmte Einstiegsmodelle beim weiblichen Geschlecht besonders gefragt seien und es ausdrücklich Nachfragen nach weiblichen Verkäufern gegeben habe.

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