Mikrojobs per Smartphone

19. Juni 2015

Wegen dem Entgelt dürfte sie kaum jemand ausüben – die Mikrojobs per Smartphone. Produkte im Supermarkt fotografieren, Arbeitszeiten kontrollieren oder auch mal in einem Restaurant einen Schnitzelteller fotografieren und in sozialen Netzwerken verteilen – dass ist die Welt der Mikrojobs per Smartphone.

Schon gibt es die ersten Unkenrufe, die meinen, diese Form der Arbeit könnte den Arbeitsmarkt umkrempeln. Aber eigentlich, dem ist natürlich nicht so – die digitale Welt verlangt nach neuen Werbeformen und diese sind nun mal öfters eher Mikrobeschäftigungen. Egal ob Instagram, Pinterest oder Facebook – die sozialen Medien verlangen täglich Ihr Werbefutter und da kommt das Smartphone und sein Besitzer ins Spiel.

Crowdsourcing heißt das Stichwort – wo früher eine Heerschar von Außendienstlern unterwegs war, findet man heute Menschen online die vor Ort in Ihrer Nachbarschaft nach dem Rechten sehen. Wird das Produkt X von Hersteller Z auch wirklich im örtlichen Supermarkt an bevorzugter Lage dem Kunden angeboten? Klebt das Werbeplakat X noch an der Werbefläche Y in der Stadt U? Was früher viel kostete, die Kontrolle vor Ort, lässt sich heute mit Mikrojobbern lösen.

Einer der Marktleader ist die APP Streetspotr allerdings bekommen die Smartphoneanwender pro Auftrag nur wenige Euros. Davon Leben kann man sicherlich nicht. Rund 100 000 Menschen in Deutschland sollen schon den einen oder anderen Mikrojob erledigt haben. Denn nicht nur per Smartphone gibt es Kleinstbeschäftigungen, auch für Beträge im Centbereich kann man bei Facebook teilen. Wobei die Zahl der Angemeldeten höher sein dürfte, als jene die wirklich Lust haben, dann täglich für 5 Cent 10-mal zu teilen. Dies funktioniert zurzeit eher auf dem US-Markt wie die Plattform Flippa zeigt.

Neue Technologien verändern die Arbeitswelt, allerdings nicht so, dass Selbstständige oder Angestellte in Unternehmen wirklich dadurch bedroht werden. Mikrojobber fotografieren auch mal eine Kühltheke einfach am Spaß an der Freude.

Wenn der DGB-Vorstand also die Dumpingverdienste kritisiert ist dies sicherlich richtig, aber bei den Mikrojobbern geht es weniger um seriöses Freelancen für gehobene und anspruchsvolle Tätigkeiten. Übrigens diese gibt es natürlich auch über das Netz – aber nicht zu Dumpingpreisen. Diese Form der Freelancer sind meistens Selbstständige, die auch ganz normal als Unternehmer Ihre Steuern bezahlen müssen.

Eine andere Frage dabei ist jedoch, ob sich die Anzahl der Selbstständigen, durch das Netz für Tätigkeiten die online erledigt werden, nicht erhöht. Selbstständige fallen bekanntlich nicht unter das Arbeitsrecht, es sei den als Arbeitgeber.

Als Anwalt für das Arbeitsrecht stehen wir Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Heidelberg und Heilbronn gerne zur Verfügung.



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