Mobbing am Arbeitsplatz

24. Juni 2015

Vom Sandkasten bis vermutlich im Altersheim – Opfer von Mobbing kann jeder werden. Während man das Problem aber im Sandkasten mit einem gut platzierten Schwung seiner Plastikschaufel lösen kann, ist es am Arbeitsplatz schon schwerer.

Die grundsätzliche Frage ist immer – wer mobbt? Sind es die Kollegen, sehen die Lösungen etwas anders aus, als wenn der direkte Vorgesetzte oder gar der Geschäftsführer mobbt.

Mobbing von Kollegen erfolgt eher über Intrigen. Vorgesetzte werden eher durch verdecktere Mittel mobben. Zum Beispiel nur noch langweilige Aufträge vergeben, druck beim Arbeitspensum und den Abgabeterminen machen oder Urlaubswünsche oder Fortbildung verweigern.

Wie reagiert man am Besten auf Mobbing?

Egal wer mobbt, es gibt einige Strategien, die man gegen Mobbing anwenden kann. Die wichtigste Strategie ist – Selbstbewusstsein zeigen! Lassen Sie sich nicht durch Mobbing beeindrucken. Rechtfertigen Sie sich nicht. Sie wissen, was Sie wert sind, Punkt. Wenn es andere nicht wissen, ist dies eigentlich nicht Ihr Problem. Werden Ihnen ungerechtfertigte Vorwürfe gemacht – erklären Sie logisch und ohne Emotionen, warum sie absurd sind.

Was tun, wenn Kollegen mobben?

Wird hinter Ihrem Rücken hämisch gelästert, übergehen Sie es. Wer reagiert verliert – wenn Sie einmal auf Ablästern reagieren, laden Sie geradezu ein, dies zu wiederholen. Ihre Reaktion sagt dann nämlich „es ist mir nicht egal“ genau dies sollte es aber sein. Mobbing wird verstärkt wenn sie sich dies offensichtlich zu Herzen nehmen. Niemand dem es vollkommen egal ist und der absolut nicht reagiert wird lange gemobbt. Vom Mobbingopfer will man eine Reaktion und nicht Gleichgültigkeit.

Natürlich wird es trotzdem einige Zeit weiter gehen, aber nicht lange. Wer mobbt, der möchte nämlich im Regelfall Aufmerksamkeit, bekommt er die nicht, sucht er sich schnell ein neues Opfer. Vergessen Sie nicht – Mobbing ist Kindergartenniveau. Sich alleine dies zu Vergegenwärtigen kann Ihnen helfen.

Sind die Mobber hartnäckig, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten. Er ist verpflichtet, Sie vor Mobbing am Arbeitsplatz zu schützen. Isolieren Sie sich nicht vor den anderen Kollegen und sorgen Sie für angenehme Freizeitbeschäftigungen. Das entspannt und sorgt dafür, dass Sie über den Dingen stehen können.

Was, wenn der Chef mobbt?

Dann verletzt der Chef grob seine Treuepflicht, die er dem Arbeitnehmer gegenüber hat – und das kann für den Chef teuer werden, wie wir am Montag schon anhand eines Gerichtsurteils zeigten. Mobbt der Chef, gibt es mehrere Varianten:

Hat der Chef noch einen Vorgesetzten, bitten Sie um ein Gespräch.

Gibt es einen Betriebsrat, könnten Sie den ansprechen.

Auch eine Möglichkeit wäre einen Anwalt für Arbeitsrecht als Mediator einzuschalten – er kann versuchen Ihrem Chef die Konsequenzen aus seinem Verhalten zu verdeutlichen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Chefs mobben dann, wenn sie umstrukturieren müssen oder Personaleinsparungen anstehen. Einfach so wird ein Arbeitgeber nicht mobben.

Benötigen Sie Unterstützung im Bereich Arbeitsrecht? Egal ob als Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder Betriebsrat – als Anwalt für Arbeitsrecht stehe ich Ihnen in Heilbronn und Heidelberg gerne jederzeit zur Verfügung.



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