Mobbing und Kündigung

26. Juni 2015

Wer wegen Mobbing kündigt, dem darf die Bundesagentur für Arbeit nicht einfach die Beiträge streichen.

Mobbing belastet seelisch – wer keine Hilfe findet, greift dann auch schon mal zum drastischen Mittel einer Kündigung. Das Problem ist nur, wer selber kündigt, hat weniger Anspruch auf Beiträge des Arbeitsamtes. Es sei den, für die Kündigung liegen gewichtige Gründe vor.

Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz sieht diesen bei Mobbing eindeutig gegeben. Mit Urteil vom 26.6.2012 unter dem Aktenzeichen L 3 AS 159/12. Wer von sich aus kündigt hat im Regelfall eine Sperrfrist von drei Monaten und bekommt in dieser Zeit kein Arbeitslosengeld. Eine Ausnahme besteht dann, wenn ein wichtiger Grund zur Kündigung durch den Arbeitnehmer führt Paragraph 159 Abs. 1 SGB III. Hintergrund für das Urteil war, dass die Bundesagentur für Arbeit von einer Angestellten die selber kündigte, Beiträge während der Sperrfrist zurückforderte, da die Arbeitnehmerin selber gekündigt habe und somit an ihrer Situation selber schuld sei. Die Bundesagentur wollte Mobbing als wichtigen Kündigungsgrund nicht gelten lassen.

Die Richter stellen sich auf den Standpunkt, ein wichtiger Grund liegt dann vor – wenn aus objektiver Sicht eines Dritten, die Kündigung aus wichtigem Grunde nachvollzogen werden kann. Da die Arbeitnehmerin wiederholt von ihren Kollegen herabgesetzt wurde, liege ein nachvollziehbarer und wichtiger Grund vor.

Gerade aber weil selber kündigen seine Tücken hat, raten wir – bei Mobbing immer zuerst das Gespräch mit Vorgesetzten, dem Betriebsrat oder die Unterstützung eines Anwalts für Arbeitsrecht suchen!

Haben Sie in Heidelberg oder Heilbronn ein spezifisches Problem, zögern Sie nicht sprechen Sie mit uns.



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