Nach Pöbeln gekündigt – Beleidigung als Kündigungsgrund

24. Oktober 2016

Der Arbeitsalltag hat es manchmal in sich: Der Stress nimmt kein Ende, die Mitarbeiter nerven und zu allem Überfluss, brüllt dann auch noch der Chef: Schwupps – jetzt ist es passiert, eine unbedachte Äußerung hat sich ihren Weg nach draußen gebahnt. Stille – der Chef verlässt Türe knallend den Raum, und jetzt?

Angst macht sich breit: Ist Kündigung wegen Beleidigung erlaubt?

Ob die getätigte Beleidigung als Kündigungsgrund ausreicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist deswegen im Einzelfall zu klären. Großer Druck des Mitarbeiters und vor allem, in welcher Form die Beleidigung stattfand, spielen bei der – gerichtlichen – Entscheidung, eine maßgebliche Rolle. Aber auch: Wurde der Vorgesetzte von Ihnen, vor anderen Personen, bloßgestellt? Und: Welche Aussage tätigten Sie? Nach Pöbeln gekündigt, kommt oft vor – sinnvoll, rasch eine Rechtsberatung einzuholen, denn nicht immer, ist diese Kündigung gerechtfertigt. Vor allem, wenn es Ihnen leid tut und Sie dies auch dem Vorgesetzten mitgeteilt haben, mit einer Entschuldigung.

Nach Pöbeln gekündigt: So sieht es das deutsche Recht

Grobe Beleidigungen rechtfertigen nach deutschem Recht nicht zwingend eine – fristlose – Kündigung. Strafmildernd wirkt sich ein bisher positives Verhalten des Arbeitnehmers und die Einsicht zu seinem Fehlverhalten aus. Auch wie lange der Mitarbeiter bereits im Betrieb tätig ist. Beleidigungen müssen nicht zwingend persönlich ausgesprochen werden, auch nach Aussagen, die Sie in öffentlichen Netzwerken tätigen, kann es heißen: nach Pöbeln gekündigt. Der Richter kann auch eine Abmahnung, als geeignete Maßnahme, in seinem Urteil feststellen.



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