Schwangerschaft und Karriere?

3. Juli 2015

Was noch vor wenigen Jahren unmöglich war, macht Internet theoretisch möglich – Schwangerschaft und Karriere.

Holland hat als erstes Land ein „Recht auf Home Office“ eingeführt. Home Office eröffnet mehr als nur die Möglichkeit die Umwelt zu schonen und den CO2 Ausstoß zu senken, weil das Auto in der Garage bleibt. Home Office wäre der Schlüssel für die Vereinbarkeit von Kind und Karriere.

Seit rund 40 Jahren stehen moderne Frauen immer vor der gleichen Frage – will ich im Beruf glücklich werden, oder will ich Mutter werden. Das sich viele gerade sehr gut ausgebildete Frauen dann doch für die Mutterschaft entscheiden ist vor allem ein Verlust für den Wirtschaftsstandort. Aber, dass sich auch viele Frauen im Zweifelsfall für den Beruf entscheiden, zeigen die Geburtenstatistiken.

Nur, ein Land mit wenig Geburten veraltet und irgendwann gibt es deutlich mehr Rentner als Menschen im erwerbsfähigen Alter. Die Variante Home Office wäre ein Weg aus der Schicksalsfrage – Kind oder Karriere.

Home Office würde es möglich machen – wenn Frau will, kann sie trotz Geburt weiter arbeiten, ohne dabei das Gefühl zu haben, sie vernachlässige ihr Kind. Selbst wenn sie nur wenige Stunden am Tag arbeiten würde, der Anschluss an das Berufsleben wäre garantiert.

Man könnte jetzt natürlich hinzufügen – die Väter könnten ja wahlweise zu Hause bleiben. Ein Blick auf die Statistik zeigt aber – Kinder sind auch im 21. Jahrhundert meistens Frauensache. Doch wer weiß, vielleicht wäre Home Office natürlich auch etwas, was Männer vermehrt umdenken lässt. Elternurlaub und trotzdem noch arbeiten, wäre dann auch für Männer eine Alternative.

Für Home Office benötigt es aber vor allem eines – ein Umdenken der Arbeitgeber. Warum sollte die Sekretärin oder der Sachbearbeiter eigentlich immer anwesend sein? Weil man ihn so überprüfen kann und sieht er arbeitet wirklich? Das lässt sich auch per Home Office und einer Software die Stundenzahl und Aktivität misst, kontrollieren. Alles andere ist im Zeitalter des digitalen Büros oft nur eine Marotte des Chefs. Sitzt der Mitarbeiter nicht mehr im Büro, fühlen sich manche Chefs etwas als Chefwaisenkinder. Was ist schon ein Chef ohne Untergebene – da aber ein guter Chef ein Teamplayer ist…..

Fachkräftemangel und ein demografischer Wandel sind die Essenzen, die vielleicht in Zukunft mehr Möglichkeiten offen lassen – als nur entweder oder!

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